Archiv für die Kategorie ‘Computer’

Speed Link Slide Comfort Keyboard SL-6487-SBK

Februar 20, 2008

20.02.2008, Saturn, 29,99 Euro

Ich lese ja selten eine Bedienungsanleitung und schonmal garnicht bei einer Tastatur, aber es machte mich doch etwas stutzig, dass dieses Teil gleich zwei USB-Stecker am Ende des Anschlusskabels hat. Dazu kann man dann nachlesen, dass bei manchen Notebooks die Stromversorgung nicht ausreicht und man dann auch den zweiten Stecker einstecken soll, der sonst keine Funktion hat. Aha – also Stecker rein in meinen USB-Hub – nichts passiert. Mmm…zweiter Stecker rein: Tastatur wird erkannt und geht an. Man sollte also besser grundsätzlich zwei freie USB-Ports einkalkulieren.

Das lustige und aussergewöhnliche an dieser Tastatur ist der seitlich ausziehbare Ziffernblock. In der Praxis benutze ich ihn aber auch bei größeren Zahlenmengen nicht, da er vorne nicht richtig am Tisch aufliegt und bei jedem Tastendruck erstmal einen Millimeter nachgibt und ausserdem der rechte Rand der Haupttastatur deutlich höher liegt und einen behindert. Trotzdem gefällt mir die Kompaktheit der Tastatur sehr gut, vor allem wenn man mehrere am Schreibtisch hat. Am oberen Rand gibt es einen USB-Anschluss, z.B. für die Maus, unten gibt es ein blau beleuchtetes Scrollrad. Die Beleuchtung geht bei jedem Tick Drehung an bzw. aus, bei schnellem Drehen flimmert es, benutzt man es nicht, kann man sich so also aussuchen ob es leuchten soll oder nicht. Kleine Ausklappständer um den Aufstellwinkel der Tastatur zu ändern, gibt es übrigens nicht.

Praktisch sind die Funktionstasten für Ausschneiden, Kopieren und Einfügen am linken unteren Rand. Leider ist man es so gewohnt, dass die STRG/CTRL-Taste die unterste linke Taste ist, dass ich noch immer ständig versehentlich „Ausschneiden“ drücke. Oben gibt es dann noch merkwürde wackelige Wippschalter, für die üblichen Internet- und Multimediafunktionen. Ich drücke da höchstens mal auf laut/leise oder stumm. Rechts neben den F-Tasten gibt es eine Taste, die – einmal gedrückt – die Tasten F1 bis F12 mit Funktionen wie new, open, save, replace, spellcheck, undo, redo, reply, reply all, forward und send belegt. Dies wird durch eine Kontroll-LED angezeigt. Ein weiterer Druck auf die besagte Taste bewirkt die Wiederherstellung der normalen Funktionen.

ASUS Eee PC 4G

Januar 31, 2008

31.01.2008, Saturn Siegen, Preis: 299,- Euro

Nach 10 Monaten Nutzung des Eee PC 4G:

Vorweg: Ich bin immernoch begeistert. Winzig, federleicht, genial einfach.

Das Betriebssystem auf Linux-basis startet innerhalb von Sekunden. Die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend und alles was der Durchschnittsuser braucht, ist installiert (Internet, E-Mail, Open-Source Office-Paket, Bildbetrachter, etc.) Vom Öffnen des Kartons bis zum Surfen im Internet verging kaum eine Minute.

Die WLAN-Empfangsleistung ist gegenüber anderen Notebooks mit integriertem WLAN oder auch WLAN-Stick phänomenal. Wo andere Notebooks keine Verbindung bis max. 20% Empfangsstärke erreichten und keine Internetverbindung herstellbar war, erreichte ich an selber Stelle mit dem Eee PC bis zu 90% und konnte vollkommen problemlos surfen.

Durch den Flash-Speicher (statt Festplatte) gibt es keine mechanischen Teile am Eee PC, d.h. er arbeitet absolut geräuschlos. Es gibt wohl einen kleinen Lüfter zur Prozessorkühlung, um diesen hören zu können, muss man aber schon sein Ohr ans Gerät drücken.

Der Display meines Eee PC hat einen kaputten Pixel, der weiß leuchtet. Ich habe mal recherschiert und herausgefunden, dass der Display gerade genug Pixel hat (800×480), damit ein Fehlpixel bei dieser Displayart innerhalb der Toleranz liegt, also kein Beanstandungsgrund ist. Er fällt mir auch nur beim Starten auf, wenn der Display ein ansonsten schwarzes Bild anzeigt.
Wenn man versucht auf der kleinen Tastatur schnell zu schreiben, fehlen im fertigen Text dann gerne mal ein paar Buchstaben, weil man die Taste nicht richtig oder kräftig genug erwischt hat.

Aktuell verwende ich den Eee PC – wenn ich ihn nicht mobil einsetze – als Wohnzimmer-PC mit externem Display, Tastatur und Maus. Die maximale Auflösung am externen Display beträgt 1024×768.

O2 Xda mini

Dezember 16, 2005

Windows Smartphone

16.12.2005, O2-Shop, 99 Euro (inkl. 24-Monats-Vertrag)

Als die Bestellung von 01.12. am 12.12. noch immer nicht geliefert war, habe ich dann mal bei o2 nachgefragt ob sie denn beabsichtigen noch vor Weihnachten oder wenigstens in diesem Jahr zu liefern. Man konnte sich zwar nicht erklären wieso man vergessen hatte es loszuschicken, versprach aber dies umgehend nachzuholen. – Ich frage mich wann sie es wohl gemerkt hätten, falls ich nicht angerufen hätte.

Am 16.12. wurde das Paket dann endlich von DHL abgeliefert, nebenan bei meiner Großmutter. Ich war zwar auch zu Hause aber komischerweise findet mich nie jemand.
Lieferumfang: Xda mini, Akku, Ladegerät, USB-Kabel, Tasche mit Gürtelclip, Stereo-Kopfhörer mit Lautstärkeregelung und Rufannahmeknopf, ein Ersatz-Stylus (so nennt man den Stift) sowie zwei CDs mit Software.

Nach problemloser Inbetriebnahme, Durchführen der Touchscreen-Kalibrierung, einer aufgezwungen interaktiven Übung zu Thema „Wie benutze ich Windows Mobile“ und Eingabe der PIN der SIM-Karte, konnte es dann losgehen. Vorinstalliert ist ausser allen Windows Mobile Komponenten mit den abgespeckten Versionen der bekannten Windows-Anwendungen wie Word, Excel, Internet Explorer, Outlook, Media Player u.s.w. unter anderem ein o2 User Interface. Mit einem Klick auf Telefon öffnet sich eine Telefontastatur und man kann auch sofort loslegen zu telefonieren.

Am Morgen nach der ersten Inbetriebnahme konnte ich dann auch direkt die Funktion des Reset-Loches unten am Gerät ausprobieren, da es nach einer Nacht neben meinem Bett liegen auf keine Benutzereingaben mehr reagieren wollte. Der Reset wird durchgeführt indem man den Stylus in die kleine Öffnung neben dem Kopfhöreranschluss drückt.

Das reine Telefonieren ist auch möglich ohne erst den Stylus aus dem Gerät zu entnehmen, ein Druck auf die Taste mit dem grünen Hörer startet die Telefonanwendung, deren On-Screen-Tasten so groß sind, dass man sie bequem mit den Fingern bedienen kann. Die Kamera ist nicht herausragend, weiter entfernte Objekte scheinen grundsätzlich unscharf zu sein.

USB Photobox

Juli 13, 2004

13.07.2004, Expert-Klein, 139,- Euro

Nachdem ich mir Anfang 2004 die Sony DSC-F828 Digitalkamera mit 8 Megapixeln zugelegt hatte, bei der jedes Bild in voller Auflösung mindestens 3,5 MB Speicher verlangt (in anderen Formaten als JPG sogar über 20 MB!), kam bei mir Bedarf nach einem mobilen Datenspeicher mit großer Kapazität auf. Hier fand ich die Lösung:

Die Bedienung ist idiotensicher: Speicherkarte rein und einschalten, eine grüne LED zeigt den erkannten Speicherkartentyp an. Copy drückenu und sämtliche LED fangen in kreisförmiger Reihenfolge an zu blinken (sieht ziemlich cool aus). Wenn es aufgehört hat zu blinken wieder ausschalten, Speicherkarte entnehmen und fertig. Das Gerät hat nun ein neues Unterverzeichnis angelegt und die Daten der Karte dort hineinkopiert. Der Name des Unterverzeichnisses setzt sich zusammen aus der Abkürzung für den Kartentyp und einer laufenden Nummer. Das ist sehr übersichtlich und ein versehentliches Überschreiben von Daten ist ausgeschlossen. Angeschlossen an den PC erscheinen Festplatte und Kartenleser als ingesamt fünf neue Laufwerke und alle Daten können wie gewohnt kopiert, verschoben oder gelöscht werden. Zusätzliche Software ist nicht erforderlich und auf den Kartenleser kann so natürlich auch ohne den Umweg über die mobile Festplatte zugegriffen werden.

Positiv:
- klein, leicht und robust
- einfachste Bedienung: POWER drücken, COPY drücken, fertig
- liest alle gängigen Speicherkarten ausser xD
- Tasche ist mitgeliefert

Negativ:
- Datenübertragung zum PC leider nur im langsamen USB1-Standard
- nur Akkubetrieb möglich, Ladegerät funktioniert nicht als Netzteil
- liest keine xD-Cards oder USB-Sticks

Zunächst hatte ich übrigens ein anderes Gerät, ein silbernes Teil von Sitecom mit LCD-Display, USB2 und der zusätzlichen Möglichkeit auch USB-Sticks auszulesen. Saturn-Preis war 199 Euro und es entpuppte sich als absoluter Flop. Das Gerät wurde unter WindowsXP nicht erkannt, es war nichts zu machen. Kopieren von Speicherkarten dauerte ewig und beim Anschluss meines USB-Sticks ging gar nichts mehr und bei mehreren Versuchen wurde ein Reset erforderlich. Der große Display versorgte einen mit nicht mehr Informationen als es auch die LEDs der Photobox tun. Das Gerät ging einen Tag später zurück an Saturn.

Casio BN-10 Business Navigator

Januar 1, 1999

1999 – Saturn – 250,00 DM (127,82 Euro)

Lange bevor ich meine ersten Palms und PocketPCs hatte, benutze ich diverse kleine Organizer. Der Casio Business Navigator war damals das absolute Flagschiff unter den Organizern und auch richtig teuer (ca. 500 DM). Als ein Nachfolger herauskam und zudem die ersten Handheld-PCs mit WindowsCE Betriebsystem auf der Bildfläche erschienen, fiel der Preis schlagartig und ich habe die Gelegenheit genutzt und ihn für 250 DM ergattert.

Der Speicher von 1 MB klingt für heutige Dimensionen reichlich mikrig aber für reinen Text ist das absolut ausreichend, da passt einiges rein. Zusätzliche Software kann man ohnehin nicht installieren, alle Anwendungen sind im Gerät „eingebaut“. In Jahren hatte ich nicht einen einzigen Absturz obwohl auf der Unterseite auch ein Reset-Knopf eingebaut ist. Zu den integrierten Anwendungen gehören ein Kalender mit To-Do-List und verschiedenen Jahres-, Wochen- und Tagesansichten, ein Adress- und Telefonbuch mit einer Unterteilung zwischen Privat- und Businesskontakten, ein Memopad in dem man Texte schreiben kann, eine brauchbare Tabellenkalkulation mit den wichtigsten Funktionen, eine Ausgaben- und Kontenverwaltung, Uhr- und Weltzeituhr und Taschenrechner. Mit Ausnahme der Tabellenkalkulation steht einem für alle Anwendungen ein geschützter Bereich zur Verfügung, der nur mit Passwort zugänglich ist. Zudem gibt es eine Mail- und Faxanwendung, das Modem ist aber ein optionales Zubehörteil ohne das man die entsprechende Anwendung auch garnicht erst starten kann.

Mitgeliefert ist ein Datensynchronisationskabel und die entsprechende Software, nur die Tabellenkalkulationsdaten kann man leider nicht mit dem PC austauschen. Der Synchronisationsvorgang ist genauso einfach wie bei einem Palm, einfach den Knopf am Stecker drücken und alles erledigt sich von alleine. Eine serielle Schnittstelle (COM-Port) ist erforderlich, die COM-Ports sterben ja scheinbar – wie die Diskettenlaufwerke – langsam aus, mein Notebook hat beides bereits nicht mehr.

Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über zwei Mignon-Batterien oder jedes Handelsübliche Universalsteckernetzteil. Der Verbrauch des Gerätes ist allerdings so gering, dass man auf ein Netzteil getrost verzichten kann. Die Batterien vergammeln eher im Gerät bevor sie verbraucht sind, was ein riesen Vorteil gegenüber heutigen Geräten ist, wo Prozessor und Farbdisplay innerhalb von zwei Stunden einen Hochleistungsakku leersaugen.

Die Tastatur ist für ihre Größe super zu bedienen und erlaubt eine gute Schreibgeschwindigkeit, die nur durch zwei Eigenarten des BN-10 eingeschränkt wird: Die Eingabe von Umlauten ist etwas gewöhnungsbedürftig, da man zuerst die Taste ACC und dann die Pünktchen drücken muss und dann den Vokal aus dem ein Umlaut werden soll daruntersetzt. Wenn es schneller gehen soll, benutze ich einfach die Schreibweise mit e. Andere Sonderzeichen können – ähnlich wie am Handy beim SMS schreiben – aus einer Symbolliste ausgewählt und eingefügt werden. Das andere Manko ist, dass sich das sich die mögliche Eingabegeschwindigkeit mit zunehmender Textgröße verlangsamt. Ich fange dann einfach ab und zu mal eine neue Datei an.

Der Display ist zwar nicht beleuchtet oder beleuchtbar, bietet aber einen guten Kontrast und hat vor allem eine nicht spiegelnde Oberfläche. Der Speicher ist nicht flüchtig und bleibt auch ohne Stromversorgung immer erhalten, daran könnten sich andere Hersteller mit ihren ganzen Backup-Batterien und -Akkus mal ein Beispiel nehmen.

Fazit:
Betriebsdauer mit 2 Mignon Batterien ewig, gute Tastatur, entspiegelter Display, keine Abstürze, kein Datenverlust möglich, die ideale Schreibmaschine für unterwegs.